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Heimatkunde > Archiv Carl Schmidthals

Ich darf mich Ihnen kurz vorstellen?

Mein Name ist Carl, genauer gesagt Carl Albert Ludwig Schmidthals.
Meine Wiege, ein älteres Modell in der schon meine vier vor mir geborenen Schwestern
ihre frühesten Kindheitstage verbracht hatten,  stand ab dem 10.12.1888 in Hamminkeln in dem alten Haus in der Diersfordter Straße, heute die Hausnummer 1.
Dieses schwesterliche Quartett hat mir auch wohl meine ersten Schritte beigebracht, die dazu
führten, dass ich von 1895 bis 1900 allein zur Volksschule hier am Ort gehen konnte.

Meine Eltern waren vielbeschäftigte Leute. Mein Vater, ein etwas wehleidiger Typ war
seit 1880 Postagent und auch gleichzeitig etwas später Amtsrentmeister der Bürgermeisterei
Ringenberg. Meine Mutter, Frau Sophie geb. Schmithals (Schmithals ohne „d" aus einem anderen Familienzweig) , mit 5 Kindern nach heutigem Verständnis eine Vollzeithausfrau, ohne techn. Hilfsmittel wie etwa Waschmaschine, Geschirrspüler usw.

In der Schule kam ich gut zurecht, sodass ich von 1900 bis 1910 das Gymnasium in Wesel
besuchen konnte. Beflügelt durch die Segnung der geisteswissenschaftlichen Vorausbildung
konnte ich nach dem Abitur Germanistik und Altphilologie in Halle, Berlin und Bonn
studieren. Vorgenommen hatte ich mir Hochschullehrer zu werden, doch vor dem letzten
Examen musste ich etwas völlig anderes werden, nämlich Soldat. Irgendwann im Jahre 1915
wurde ich in des Kaisers Rock gezwängt und musste an einigen  Gefechten an der Ostfont
teilnehmen. Danach kam ich zu den Besatzungstruppen in Belgien und später in englische
Gefangenschaft. Nach England verfrachtet erkrankte ich in einem Lager an Hungertyphus.
Die Krankheit brachte mich auf das Totenlager und nur der Aufmerksamkeit einer englischen
Krankenschwester verdankte ich mein Überleben, die bei dem vermeintlich Toten noch
schwache Lebenszeichen erkannte. So bin ich im letzten Moment dem Tod von der Schippe
gesprungen.

Nach Kriegsende kam ich als kranker Mensch nach Hause und wurde von meiner Schwester
„Tante Erna" über längere Zeit gesund gepflegt.

Mit meiner Schwester Erna, zu der ich immer ein besonders inniges Verhältnis hatte soll
die Geschichte nun weiter gehen.  

Doch leider müssen sie auf die Fortsetzung noch etwas warten.

Aber Vorab dürfen Sie in meinen gesammelten Werken stöbern.
Ich war sehr heimatverbunden und habe Ihnen viel wissenswertes hinterlassen.



Carl Albert Ludwig Schmidthals

* 10.12.1888  
V 05.11.1960
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<-- HTML --> Mail: kontakt@hvv-hamminkeln.de _ Datum letztes Update 05.03.2017
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